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Private Equity

Ratgeber: Private Equity als Kapitalanlage

Was ist Private Equity?

Der englische Begriff equity ist wörtlich als Firmenkapital bzw. Eigenkapital zu übersetzen, demnach ist Private Equity als privates Firmenkapital bzw. privates Eigenkapital zu übersetzen. Der englische Begriff hat sich zwar in Deutschland durchgesetzt, wird aber auch Privates Beteiligungskapital genannt. Folglich steht Private Equity für finanzielle Beteiligung von privaten Anlegern an jungen, Erfolg versprechenden, nicht an der Börse notierten Unternehmen, die Kapital benötigen, da sie sich in der Frühphase oder in einer Expansionsphase befinden. Diese Unternehmen werden daher auch Private Equity Unternehmen genannt.

Die Private Equity ist in den USA sowie in Großbritannien seit langem etabliert, auf dem Finanzmarkt Deutschlands ist sie jedoch noch vergleichsweise neu. Finanzexperten erwarten jedoch, dass sich die Private Equity auch hierzulande durchsetzen wird. Für die Anleger ist das finanzielle Engagement durch Beteiligungskapital zugleich eine Unternehmensbeteiligung, denn sie werden an das jeweilige Unternehmen unternehmerisch beteiligt. Das heißt, sie können an den Gewinnen des Unternehmens partizipieren und enorm profitieren, tragen aber gleichzeitig auch alle unternehmerischen Risiken.

Die Beteiligung an Private Equity Unternehmen erfolgt vor allem durch die so genannten Kapitalbeteiligungsgesellschaften, auch Private Equity Gesellschaften (PEG) genannt. Dieser Weg der Beteiligung ist allerdings eher für institutionelle Anleger (Banken, Versicherungen) und für vermögenden Privatanleger geeignet. Den kleineren Privatanlegern steht die Beteiligung an Private Equity Unternehmen mittlerweile ebenfalls offen und zwar durch die auf dem deutschen Finanzmarkt relativ neuen, erst seit den 90er Jahren in Deutschland als geschlossene Fonds zugelassenen Private Equity Fonds. Emittiert werden sie von Beteiligungsgesellschafen sowie von Banken. Die jeweiligen Konditionen jedes Private Equity Fonds werden spezifisch gestaltet, sind daher sehr unterschiedlich und werden im jeweiligen Fondsprospekt beschrieben.

Rendite

Durch die niedrige Korrelation der Wertentwicklung von Private Equity mit der Wertentwicklung anderer Anlageklassen ist davon auszugehen, dass bei einer Beimischung von 10-15% Private Equity das Risiko des Gesamtportfolios sinkt. Da die Renditeerwartungen von Private Equity Anlagen höher ist als die anderer Anlageklassen, findet die Risikominderung ohne Renditeeinbuße statt. Somit eröffnet ein Private Equity Investment dem Anleger nachweislich das höchste Renditepotential aller derzeit verfügbaren Anlageklassen.